TYPO3 Powermail & SPF: Warum deine Mails im Spam landen – und wie du es fixst
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TYPO3 Powermail & SPF: Warum deine Mails im Spam landen – und wie du es fixst

Yannick Aister 2 min read 169 Views

Was ist SPF überhaupt?

SPF steht für Sender Policy Framework – ein DNS-Eintrag, der definiert, welche Server E-Mails im Namen deiner Domain versenden dürfen.

Wenn ein Mailserver eine E-Mail empfängt, prüft er: Darf dieser Server überhaupt Mails von dieser Absenderdomain verschicken? Steht der sendende Server nicht im SPF-Record, landet die Mail im Spam – oder wird direkt abgewiesen.

Das Problem mit Powermail

Powermail hat zwei unterschiedliche Mail-Typen:

  • Sender Mail – geht an den Formular-Ausfüller (z. B. eine Bestätigung)
  • Receiver Notification – geht an dein internes Team

Das Problem entsteht fast immer bei der Receiver Notification. Warum?

Standardmäßig setzt Powermail als Absender-Adresse (From:) die E-Mail-Adresse, die der Nutzer im Formular eingetragen hat – also z. B. kunde@gmail.com.

Dein Webserver versucht jetzt, eine Mail von kunde@gmail.com zu verschicken. Der empfangende Mailserver prüft den SPF-Record von gmail.com – und dein Webserver steht da natürlich nicht drin.

Resultat: Spam-Ordner oder Bounce.

Die Lösung: noreply@deinedomain.com als festen Absender setzen

Die sauberste Lösung ist, als From:-Adresse eine eigene Domain-Adresse zu verwenden – zum Beispiel noreply@deinedomain.com. Diese Domain kontrollierst du, also kannst du deinen Webserver auch in den SPF-Eintrag aufnehmen.

In Powermail: Receiver Mail konfigurieren

In den Powermail-Einstellungen (TypoScript) kannst du den Absender der Receiver Notification explizit setzen:

 

plugin.tx_powermail.settings.setup {
    receiver {
        overwrite {
            senderEmail = noreply@deinedomain.com
            senderName = Website Kontaktformular
        }
    }
}

 

Damit wird die interne Benachrichtigung immer von noreply@deinedomain.com versendet – unabhängig davon, was der Nutzer im Formular eingetragen hat.

Wichtig: Die Reply-To-Adresse kannst du weiterhin auf die Nutzer-Mail setzen, damit du direkt antworten kannst:

 

replyToEmail = {field_email}
replyToName = {field_name}

Den SPF-Record richtig konfigurieren

Damit dein Mailserver als autorisierter Versender gilt, muss er im SPF-Record deiner Domain eingetragen sein.

Ein typischer SPF-Record in deiner DNS-Zone sieht so aus:

 

v=spf1 include:_spf.google.com ip4:123.456.789.0 ~all

 

Was bedeutet das?

TeilBedeutung
v=spf1SPF Version 1
include:_spf.google.comGoogle Workspace darf senden
ip4:123.456.789.0Deine Server-IP darf senden
~allAlle anderen: Softfail (Spam-Markierung)
-allAlle anderen: Hardfail (Ablehnung)

Tausche 123.456.789.0 gegen die tatsächliche IP deines Webservers aus. Die IP findest du bei deinem Hosting-Anbieter.

Debugging: Wo liegt mein Problem?

Wenn du nicht sicher bist, ob SPF dein Problem ist, helfen diese Tools:

  • MXToolbox SPF Checker – prüft deinen SPF-Record
  • Mail-Tester – schick eine Mail an die Testadresse, du bekommst einen Score mit konkreten Hinweisen
  • Maillog deines Servers – suche nach SPF fail oder 550 Fehlercodes

Ein weiterer häufiger Täter: DKIM. Wenn SPF korrekt ist und die Mails trotzdem im Spam landen, schau ob DKIM für deine Domain konfiguriert ist. Das ist aber ein eigenes Thema.

Kurz zusammengefasst

  1. Powermail setzt standardmäßig die Nutzer-E-Mail als Absender der Receiver Notification
  2. Dein Webserver ist nicht autorisiert, im Namen der Nutzer-Domain zu senden → Spam oder Bounce
  3. Fix: Festen eigenen Absender (noreply@deinedomain.com) per TypoScript setzen
  4. Versandinfrastruktur (Server-IP oder SMTP-Relay) im SPF-Record deiner eigenen Domain eintragen
  5. Mit Mail-Tester oder MXToolbox verifizieren

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