TYPO3 Powermail & SPF: Warum deine Mails im Spam landen – und wie du es fixst
Was ist SPF überhaupt?
SPF steht für Sender Policy Framework – ein DNS-Eintrag, der definiert, welche Server E-Mails im Namen deiner Domain versenden dürfen.
Wenn ein Mailserver eine E-Mail empfängt, prüft er: Darf dieser Server überhaupt Mails von dieser Absenderdomain verschicken? Steht der sendende Server nicht im SPF-Record, landet die Mail im Spam – oder wird direkt abgewiesen.
Das Problem mit Powermail
Powermail hat zwei unterschiedliche Mail-Typen:
- Sender Mail – geht an den Formular-Ausfüller (z. B. eine Bestätigung)
- Receiver Notification – geht an dein internes Team
Das Problem entsteht fast immer bei der Receiver Notification. Warum?
Standardmäßig setzt Powermail als Absender-Adresse (From:) die E-Mail-Adresse, die der Nutzer im Formular eingetragen hat – also z. B. kunde@gmail.com.
Dein Webserver versucht jetzt, eine Mail von kunde@gmail.com zu verschicken. Der empfangende Mailserver prüft den SPF-Record von gmail.com – und dein Webserver steht da natürlich nicht drin.
Resultat: Spam-Ordner oder Bounce.
Die Lösung: noreply@deinedomain.com als festen Absender setzen
Die sauberste Lösung ist, als From:-Adresse eine eigene Domain-Adresse zu verwenden – zum Beispiel noreply@deinedomain.com. Diese Domain kontrollierst du, also kannst du deinen Webserver auch in den SPF-Eintrag aufnehmen.
In Powermail: Receiver Mail konfigurieren
In den Powermail-Einstellungen (TypoScript) kannst du den Absender der Receiver Notification explizit setzen:
plugin.tx_powermail.settings.setup {
receiver {
overwrite {
senderEmail = noreply@deinedomain.com
senderName = Website Kontaktformular
}
}
}
Damit wird die interne Benachrichtigung immer von noreply@deinedomain.com versendet – unabhängig davon, was der Nutzer im Formular eingetragen hat.
Wichtig: Die Reply-To-Adresse kannst du weiterhin auf die Nutzer-Mail setzen, damit du direkt antworten kannst:
replyToEmail = {field_email} replyToName = {field_name}
Den SPF-Record richtig konfigurieren
Damit dein Mailserver als autorisierter Versender gilt, muss er im SPF-Record deiner Domain eingetragen sein.
Ein typischer SPF-Record in deiner DNS-Zone sieht so aus:
v=spf1 include:_spf.google.com ip4:123.456.789.0 ~all
Was bedeutet das?
| Teil | Bedeutung |
|---|---|
v=spf1 | SPF Version 1 |
include:_spf.google.com | Google Workspace darf senden |
ip4:123.456.789.0 | Deine Server-IP darf senden |
~all | Alle anderen: Softfail (Spam-Markierung) |
-all | Alle anderen: Hardfail (Ablehnung) |
Tausche 123.456.789.0 gegen die tatsächliche IP deines Webservers aus. Die IP findest du bei deinem Hosting-Anbieter.
Debugging: Wo liegt mein Problem?
Wenn du nicht sicher bist, ob SPF dein Problem ist, helfen diese Tools:
- MXToolbox SPF Checker – prüft deinen SPF-Record
- Mail-Tester – schick eine Mail an die Testadresse, du bekommst einen Score mit konkreten Hinweisen
- Maillog deines Servers – suche nach
SPF failoder550Fehlercodes
Ein weiterer häufiger Täter: DKIM. Wenn SPF korrekt ist und die Mails trotzdem im Spam landen, schau ob DKIM für deine Domain konfiguriert ist. Das ist aber ein eigenes Thema.
Kurz zusammengefasst
- Powermail setzt standardmäßig die Nutzer-E-Mail als Absender der Receiver Notification
- Dein Webserver ist nicht autorisiert, im Namen der Nutzer-Domain zu senden → Spam oder Bounce
- Fix: Festen eigenen Absender (
noreply@deinedomain.com) per TypoScript setzen - Versandinfrastruktur (Server-IP oder SMTP-Relay) im SPF-Record deiner eigenen Domain eintragen
- Mit Mail-Tester oder MXToolbox verifizieren
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